\u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei.
by: https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/afghanistan-theater-selbst-ist-ein-tabu.1008.de.html?dram:article_id=399972<\/a><\/p>\n","post_title":"\u201eTheater selbst ist ein Tabu\u201c","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"theater-selbst-ist-ein-tabu","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3712","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":true,"total_page":53},"paged":1,"column_class":"jeg_col_2o3","class":"epic_block_3"};
Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n
\u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Diskussionsleitung: Klaus Remme<\/a> - Seit sich die Mehrheit der internationalen Truppen 2014 zur\u00fcckgezogen hat, habe sich die Lage gewaltig ver\u00e4ndert, sagte die SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koelbl. Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. 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Es m\u00fcsse vielmehr verhindert werden, dass die jungen Frauen etwa in die Salafisten-Szene abtauchten.<\/p>\n","post_title":"Sie sind eher Opfer als Schwerverbrecherinnen","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sie-sind-eher-opfer-als-schwerverbrecherinnen","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3719","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":3715,"post_author":"7","post_date":"2020-08-13 21:36:21","post_date_gmt":"2020-08-13 21:36:21","post_content":"\n Diskussionsleitung: Klaus Remme<\/a> - Seit sich die Mehrheit der internationalen Truppen 2014 zur\u00fcckgezogen hat, habe sich die Lage gewaltig ver\u00e4ndert, sagte die SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koelbl. 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China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. 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Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. Es m\u00fcsse vielmehr verhindert werden, dass die jungen Frauen etwa in die Salafisten-Szene abtauchten.<\/p>\n","post_title":"Sie sind eher Opfer als Schwerverbrecherinnen","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sie-sind-eher-opfer-als-schwerverbrecherinnen","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3719","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":3715,"post_author":"7","post_date":"2020-08-13 21:36:21","post_date_gmt":"2020-08-13 21:36:21","post_content":"\n Diskussionsleitung: Klaus Remme<\/a> - Seit sich die Mehrheit der internationalen Truppen 2014 zur\u00fcckgezogen hat, habe sich die Lage gewaltig ver\u00e4ndert, sagte die SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koelbl. Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. Es m\u00fcsse vielmehr verhindert werden, dass die jungen Frauen etwa in die Salafisten-Szene abtauchten.<\/p>\n","post_title":"Sie sind eher Opfer als Schwerverbrecherinnen","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sie-sind-eher-opfer-als-schwerverbrecherinnen","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3719","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":3715,"post_author":"7","post_date":"2020-08-13 21:36:21","post_date_gmt":"2020-08-13 21:36:21","post_content":"\n Diskussionsleitung: Klaus Remme<\/a> - Seit sich die Mehrheit der internationalen Truppen 2014 zur\u00fcckgezogen hat, habe sich die Lage gewaltig ver\u00e4ndert, sagte die SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koelbl. Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. 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Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. 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Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. Es m\u00fcsse vielmehr verhindert werden, dass die jungen Frauen etwa in die Salafisten-Szene abtauchten.<\/p>\n","post_title":"Sie sind eher Opfer als Schwerverbrecherinnen","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"sie-sind-eher-opfer-als-schwerverbrecherinnen","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3719","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":3715,"post_author":"7","post_date":"2020-08-13 21:36:21","post_date_gmt":"2020-08-13 21:36:21","post_content":"\n Diskussionsleitung: Klaus Remme<\/a> - Seit sich die Mehrheit der internationalen Truppen 2014 zur\u00fcckgezogen hat, habe sich die Lage gewaltig ver\u00e4ndert, sagte die SPIEGEL-Korrespondentin Susanne Koelbl. Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Mit dieser Einsch\u00e4tzung ist Beck nicht allein. Auch die Vereinten Nationen<\/a> und der Internationale Strafgerichtshof<\/a> vertreten die Auffassung, dass die israelische Besatzung \u00fcber den Gazastreifen andauert.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Beck argumentiert, dass Israel auch heute seine Kontrolle von Land, Luft und Wasser aufrechterh\u00e4lt und die Besatzungsherrschaft damit fortsetzt, ohne \"den dort lebenden Menschen irgendeine Form demokratischer Mitwirkungsrechte zu gew\u00e4hren\".<\/p>\n\n\n\n Mit dieser Einsch\u00e4tzung ist Beck nicht allein. Auch die Vereinten Nationen<\/a> und der Internationale Strafgerichtshof<\/a> vertreten die Auffassung, dass die israelische Besatzung \u00fcber den Gazastreifen andauert.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. W\u00e4hrend an der israelischen Besatzung des Westjordanlands kein Zweifel besteht, \u00fcberrascht, dass Beck f\u00fcr den Gazastreifen zu einer \u00e4hnlichen Bewertung kommt. Schlie\u00dflich hat Israel seine Soldaten im Jahr 2007 aus dem K\u00fcstenstreifen abgezogen und j\u00fcdische Siedlungen aufgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n Beck argumentiert, dass Israel auch heute seine Kontrolle von Land, Luft und Wasser aufrechterh\u00e4lt und die Besatzungsherrschaft damit fortsetzt, ohne \"den dort lebenden Menschen irgendeine Form demokratischer Mitwirkungsrechte zu gew\u00e4hren\".<\/p>\n\n\n\n Mit dieser Einsch\u00e4tzung ist Beck nicht allein. Auch die Vereinten Nationen<\/a> und der Internationale Strafgerichtshof<\/a> vertreten die Auffassung, dass die israelische Besatzung \u00fcber den Gazastreifen andauert.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. W\u00e4hrend an der israelischen Besatzung des Westjordanlands kein Zweifel besteht, \u00fcberrascht, dass Beck f\u00fcr den Gazastreifen zu einer \u00e4hnlichen Bewertung kommt. Schlie\u00dflich hat Israel seine Soldaten im Jahr 2007 aus dem K\u00fcstenstreifen abgezogen und j\u00fcdische Siedlungen aufgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n Beck argumentiert, dass Israel auch heute seine Kontrolle von Land, Luft und Wasser aufrechterh\u00e4lt und die Besatzungsherrschaft damit fortsetzt, ohne \"den dort lebenden Menschen irgendeine Form demokratischer Mitwirkungsrechte zu gew\u00e4hren\".<\/p>\n\n\n\n Mit dieser Einsch\u00e4tzung ist Beck nicht allein. Auch die Vereinten Nationen<\/a> und der Internationale Strafgerichtshof<\/a> vertreten die Auffassung, dass die israelische Besatzung \u00fcber den Gazastreifen andauert.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Alle Indizien verweisen also darauf, dass die israelische Herrschaft \u00fcber das Westjordanland auf Dauer angelegt ist. In einer Demokratie m\u00fcsste daher allen dort Wohnenden der uneingeschr\u00e4nkte Zugang zu den staatsb\u00fcrgerlichen Rechten des politischen Gemeinwesens gew\u00e4hrt werden. Dies ist aber nicht der Fall.<\/p>Martin Beck<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n W\u00e4hrend an der israelischen Besatzung des Westjordanlands kein Zweifel besteht, \u00fcberrascht, dass Beck f\u00fcr den Gazastreifen zu einer \u00e4hnlichen Bewertung kommt. Schlie\u00dflich hat Israel seine Soldaten im Jahr 2007 aus dem K\u00fcstenstreifen abgezogen und j\u00fcdische Siedlungen aufgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n Beck argumentiert, dass Israel auch heute seine Kontrolle von Land, Luft und Wasser aufrechterh\u00e4lt und die Besatzungsherrschaft damit fortsetzt, ohne \"den dort lebenden Menschen irgendeine Form demokratischer Mitwirkungsrechte zu gew\u00e4hren\".<\/p>\n\n\n\n Mit dieser Einsch\u00e4tzung ist Beck nicht allein. Auch die Vereinten Nationen<\/a> und der Internationale Strafgerichtshof<\/a> vertreten die Auffassung, dass die israelische Besatzung \u00fcber den Gazastreifen andauert.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. 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Eine K\u00fcnstlerin habe ihr einmal sehr treffend gesagt, dass es schon einer Provokation gleichkomme, alleine auf einer B\u00fchne zu stehen. Es sei dann um so gef\u00e4hrlicher, wenn man auch noch politische Themen auf die B\u00fchne bringe. Einige Schauspieler h\u00e4tten ihre Arbeit sogar auf die Stra\u00dfe verlagert, nachdem mitten in Kabul eine junge Studentin gelyncht worden sei. Hinzu kommen weitere Indizien: Das Scheitern des Osloer Verhandlungsprozess in den 1990er Jahren und im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts, der anhaltende Siedlungsprozess sowie die weitgehenden Einigkeit unter den gro\u00dfen politischen Parteien Israels - und dass gro\u00dfe Teile des Westjordanlands dauerhaft unter israelischer Kontrolle verbleiben sollen. Beck kommt zu dem Schluss:<\/p>\n\n\n\n Alle Indizien verweisen also darauf, dass die israelische Herrschaft \u00fcber das Westjordanland auf Dauer angelegt ist. In einer Demokratie m\u00fcsste daher allen dort Wohnenden der uneingeschr\u00e4nkte Zugang zu den staatsb\u00fcrgerlichen Rechten des politischen Gemeinwesens gew\u00e4hrt werden. Dies ist aber nicht der Fall.<\/p>Martin Beck<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n W\u00e4hrend an der israelischen Besatzung des Westjordanlands kein Zweifel besteht, \u00fcberrascht, dass Beck f\u00fcr den Gazastreifen zu einer \u00e4hnlichen Bewertung kommt. Schlie\u00dflich hat Israel seine Soldaten im Jahr 2007 aus dem K\u00fcstenstreifen abgezogen und j\u00fcdische Siedlungen aufgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n Beck argumentiert, dass Israel auch heute seine Kontrolle von Land, Luft und Wasser aufrechterh\u00e4lt und die Besatzungsherrschaft damit fortsetzt, ohne \"den dort lebenden Menschen irgendeine Form demokratischer Mitwirkungsrechte zu gew\u00e4hren\".<\/p>\n\n\n\n Mit dieser Einsch\u00e4tzung ist Beck nicht allein. Auch die Vereinten Nationen<\/a> und der Internationale Strafgerichtshof<\/a> vertreten die Auffassung, dass die israelische Besatzung \u00fcber den Gazastreifen andauert.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr die Gesamtbewertung des politischen Systems Israels hat diese Frage allerdings ohnehin keine entscheidende Bedeutung mehr. Denn Becks Fazit f\u00e4llt eindeutig aus: Zweifelsfrei um eine Demokratie gehandelt habe es sich bei Israel lediglich in einem kurzen sechsmonatigen Zeitraum zwischen der Abschaffung des Milit\u00e4rrechts f\u00fcr arabische Israelis im November 1966 und dem Beginn des Sechstagekrieges im Juni 1967.<\/p>\n\n\n\n Sp\u00e4testens mit Beginn der Besatzungsherrschaft habe Israel seinen Charakter als Demokratie verloren. F\u00fcr heutige Debatten rund um Israel empfiehlt der Nahost-Professor deshalb auf das Demokratieargument besser zu verzichten. Jenni Zylka und Christoph Safferling im Gespr\u00e4ch mit Anke Schaefer<\/a>- Sie kommen aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zur\u00fcck: Frauen, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben, mit Terroristen zusammenlebten. Soll man sie k\u00fcnftig h\u00e4rter bestrafen? Die Journalistin Jenni Zylka und der Jurist Christoph Safferling sehen das kritisch.<\/p>\n\n\n\n Frauen, die sich dem IS angeschlossen, aber selbst nicht gek\u00e4mpft haben, sollen laut Generalbundesanwalt Peter Frank als Mitl\u00e4uferinnen h\u00e4rter bestraft werden k\u00f6nnen. Frank meint: \u201eWir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausl\u00e4ndischen terroristischen Organisation bejahen l\u00e4sst, weil diese Frauen die innere Struktur des sogenannten Islamischen Staates und damit diese Terrororganisation von innen heraus st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n Aber sind diese Frauen nicht eher Opfer? Weil sie Angst um ihre Kinder hatten, den Umgang mit der Waffe zur Selbstverteidigung gelernt haben? Jenni Zylka meint dazu: \u00dcber eine Mitschuld solcher Frauen nachzudenken, sei nachvollziehbar und auch legitim. Jedoch m\u00fcsse sehr genau hingeschaut und jede dieser Frauen einzeln betrachtet werden. Man m\u00fcsse unterscheiden, ob Frauen mit IS-Terroristen zusammengelebt und f\u00fcr diese gesorgt h\u00e4tten oder ob sie selbst militant geworden seien. Viele von ihnen seien zudem traumatisiert durch die Erlebnisse in den IS-Lagern.<\/p>\n\n\n\n Christoph Safferling, Professor f\u00fcr Strafrecht an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg, sagt, er halte die Argumentation des Generalbundesanwalts f\u00fcr problematisch. Es handle sich zun\u00e4chst einmal um allt\u00e4gliche Handlungen wie Kochen und Sorge um die Kinder. \u201eUnd die Frage ist: Wann sind solche neutralen Handlungen tats\u00e4chlich straftatunterst\u00fctzend.\u201c Ein Vorsatz, die terroristischen Strukturen zu unterst\u00fctzen, m\u00fcsse klar nachgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Frauen nicht eher als Opfer betrachtet werden m\u00fcssten. Viele h\u00e4tten sich wie unter Zwang auf die Situation eingelassen \u2013 diese k\u00f6nne man strukturell durchaus mit den Bedingungen von Zwangsprostitution vergleichen. Viele der jungen Frauen seien auch unter Drogen gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung der harten Linie der Generalbundesanwaltschaft \u00fcber die man nur spekulieren k\u00f6nne: \u201eIch kann mir auch vorstellen, dass, wenn es jetzt darum geht, Irak davon zu \u00fcberzeugen, die deutschen Staatsangeh\u00f6rigen, die dort einsitzen, auszuliefern, man ihnen gegen\u00fcber auch zu verstehen geben muss, dass die hier einer Strafverfolgung zugef\u00fchrt werden. Ansonsten w\u00fcrde der Irak sich vielleicht weigern, sie auszuliefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n Safferling h\u00e4lt eine intensive Betreuung der zur\u00fcckgekehrten Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcr unerl\u00e4sslich \u2013 man d\u00fcrfe sie keinesfalls alleine lassen und nicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln. 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Die afghanischen Soldaten st\u00fcnden nun im Feuerkampf mit hohen und schmerzhaften Verlusten. Sie seien auf die Angriffe der Taliban und anderer extremistischer Gruppierungen nicht vorbereitet gewesen. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung habe der Abzug zudem schwere wirtschaftliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n Thomas Wiegold, Verteidigungsblog \u201eAugen Geradeaus\u201c, freier Journalist , unterstrich, die Ank\u00fcndigung des US-Pr\u00e4sidenten, den Kampf in Afghanistan weiterzuf\u00fchren, sei weder neu noch \u00fcberhaupt eine Strategie. Er habe nicht den Eindruck, dass das, was Trump nun angek\u00fcndigt habe, mit den Verb\u00fcndeten abgestimmt war. Milit\u00e4r k\u00f6nne nur Zeit kaufen, betonte Susanne Koelbl. Diese Zeit sei aber nie genutzt worden, um erfolgreiche Verhandlungen zu f\u00fchren. Die Afghanen m\u00fcssten das ausbaden. Wenn man Milit\u00e4r einsetze, dann helfe das nicht, wenn nicht gleichzeitig die Institutionen des Landes gest\u00e4rkt w\u00fcrden. China und die USA m\u00fcssten ihren Einfluss aus\u00fcben, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. <\/p>\n\n\n\n Afghanistan sei bei weitem nicht sicher genug, um dorthin abzuschieben, es sei allenfalls \u201eunterschiedlich unsicher\u201c, sagte Thomas Ruttig. Es sei emp\u00f6rend, Afghanen als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge zu diskriminieren. Thomas Wiegold meinte, deutsche Beh\u00f6rden schienen zwei Arten von Gef\u00e4hrdung zu sehen: Eine f\u00fcr Ausl\u00e4nder und eine andere f\u00fcr Einheimische. Da w\u00fcrden sich \u201edie Deutschen in die Tasche l\u00fcgen\u201c, und das sei sicherlich innenpolitisch motiviert. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine K\u00fcnstlergruppe in Kabul, deren Theaterst\u00fcck \u00fcber Selbstmordanschl\u00e4ge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Die Filmemacher wollen vermitteln, was f\u00fcr Schicksale hinter diesem Ereignis standen.<\/p>\n\n\n\n Am 11. Dezember 2014 sprengte sich in Kabul w\u00e4hrend einer Theater-Premiere im franz\u00f6sischen Kulturzentrum ein 17 Jahre alter Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Einige Zuschauer hielten die Explosion f\u00fcr eine besonders realistische Inszenierung. Der Attent\u00e4ter und zwei Besucher starben, 40 Menschen wurden verletzt. Der Dokumentarfilm \u201eTrue Warriors\u201c<\/a> von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck erz\u00e4hlt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der B\u00fchne standen.<\/p>\n\n\n\n Die Darsteller h\u00e4tten monatelang gedacht, sie k\u00f6nnten nie wieder auf einer B\u00fchne auftreten, sagte die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel im Deutschlandfunk Kultur. \u201eDann haben sie sich dann so langsam wieder hochgearbeitet.\u201c Heute st\u00fcnden alle wieder auf der B\u00fchne und machten das, was sie vorher auch getan h\u00e4tten, sagte sie. \u201eIch finde sogar noch radikaler und noch politischer.\u201c Die Darsteller setzten sich dadurch noch mehr der Gefahr aus. In ihrem Film kommen sie ausf\u00fchrlich zu Wort.<\/p>\n\n\n\n \u201eTheater selbst ist ein Tabu, wie \u00fcberhaupt jede Form von Kunst\u201c, sagte Wurmb-Seibel \u00fcber die Lage in Afghanistan. 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by: https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/afghanistan-theater-selbst-ist-ein-tabu.1008.de.html?dram:article_id=399972<\/a><\/p>\n","post_title":"\u201eTheater selbst ist ein Tabu\u201c","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"theater-selbst-ist-ein-tabu","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3712","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":true,"total_page":53},"paged":1,"column_class":"jeg_col_2o3","class":"epic_block_3"};
\nR\u00fcckkehr auf die B\u00fchne<\/h2>\n\n\n\n
Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nNach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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\nNach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nTrump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nTrump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nTrump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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\nTrump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
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Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nZugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nZugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nZugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
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Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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\nZweifelsfrei war Israel lediglich f\u00fcr sechs Monate eine Demokratie<\/h3>\n\n\n\n
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Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
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Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afghanistan-exit-strategie-gesucht.2011.de.html?dram:article_id=394697<\/a><\/p>\n","post_title":"Exit-Strategie gesucht","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"exit-strategie-gesucht","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3715","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":3712,"post_author":"7","post_date":"2020-08-13 21:33:22","post_date_gmt":"2020-08-13 21:33:22","post_content":"\nR\u00fcckkehr auf die B\u00fchne<\/h2>\n\n\n\n
Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
by: https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/afghanistan-theater-selbst-ist-ein-tabu.1008.de.html?dram:article_id=399972<\/a><\/p>\n","post_title":"\u201eTheater selbst ist ein Tabu\u201c","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"theater-selbst-ist-ein-tabu","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3712","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"}],"next":false,"prev":true,"total_page":53},"paged":1,"column_class":"jeg_col_2o3","class":"epic_block_3"};
\nZweifelsfrei war Israel lediglich f\u00fcr sechs Monate eine Demokratie<\/h3>\n\n\n\n
der\u00a0Ursprung<\/a><\/p>\n","post_title":"Die einzige Demokratie im Nahen Osten?","post_excerpt":"","post_status":"publish","comment_status":"closed","ping_status":"closed","post_password":"","post_name":"die-einzige-demokratie-im-nahen-osten","to_ping":"","pinged":"","post_modified":"2025-02-02 08:39:39","post_modified_gmt":"2025-02-02 08:39:39","post_content_filtered":"","post_parent":0,"guid":"https:\/\/dctransparency.com\/?p=3775","menu_order":0,"post_type":"post","post_mime_type":"","comment_count":"0","filter":"raw"},{"ID":3719,"post_author":"7","post_date":"2020-08-13 21:39:47","post_date_gmt":"2020-08-13 21:39:47","post_content":"\n
Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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Mut zum Theater<\/h2>\n\n\n\n
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Die Journalistin Jenni Zylka (Deutschlandradio \/ Andreas Buron)<\/p>\n\n\n\nNicht wie Schwerverbrecherinnen behandeln<\/h2>\n\n\n\n
Zugest\u00e4ndnis an Irak?<\/h2>\n\n\n\n
Trump mit oder ohne Strategie?<\/h3>\n\n\n\n
Susanne Koelbl vertrat die Meinung, Trump habe sich eines Besseren belehren lassen und eingesehen, dass man diesen Krieg nicht einfach so \u201everlassen\u201c k\u00f6nne.
Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass Trump f\u00fcr diesen Krieg keine \u201eExit-Strategie\u201c habe. Thomas Wiegold hob hervor, es gehe dem US-Pr\u00e4sidenten ausschlie\u00dflich um Terrorbek\u00e4mpfung, und das sei das Gegenteil von \u201eExit-Strategie\u201c.
Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network erkl\u00e4rte, Trumps Bestreben, Indien in die Konfliktl\u00f6sung st\u00e4rker einzubeziehen zeige, dass er von der Lage in Afghanistan nichts verstehe. Denn durch die Rolle Pakistans werde der regionale Stellvertreterkrieg in Afghanistan noch verst\u00e4rkt. Dennoch sei der Konflikt im Land eher ein innerer Konflikt zwischen Modernisierungsbef\u00fcrwortern und Modernisierungsgegnern.<\/p>\n\n\n\nNationbuilding noch gewollt?<\/h3>\n\n\n\n
Nach Afghanistan abschieben?<\/h3>\n\n\n\n
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